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Drehteile, Wellen und Achsen bemaßen

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In diesem Skript geht es um das Bemaßen von Drehteilen. Typischer Weise handelt es sich bei Drehteilen sehr häufig um Wellen oder Achsen. Daher wird an dieser Stelle auch auf die Bemaßung von Wellen und Achsen eingegangen.

Allgemeine Infos zu Wellen und Achsen erhalten Sie unter den folgenden beiden Links.  Darin wird auch beschrieben worin der Unterschied zwischen Welle und Achse besteht.
Welle
Achse

Richtiges bemaßen von Drehteilen, Welle und Achse

Die Darstellung und Bemaßung von Drehteilen, Wellen und Achsen erfolgt bei einer Einzelteilzeichnung immer in Fertigungslage. Die Darstellung eines Drehteils sollte dabei so erfolgen, dass die Seite mit den meisten Absätzen, die bearbeitet werden müssen, auf der rechten Seite liegt. Dies liegt an der Bauweise einer Drehmaschine, bei der die Einspannung des Rundstahls (bzw. die Spindel) auf der linken Seite liegt, während der Drehmeißel (bzw. der Reitstock) von rechts kommt.
Die Länge der einzelnen Absätze sollte man so bemaßen, wie die Fertigung auf der Drehmaschine erfolgt. Eine Ausnahme hiervon können spezielle Funktionsmaße darstellen (zum Beispiel Passungen).

In der Zeichnung unten ist ein Beispiel für die Bemaßung eines Drehteils, bzw. einer Welle oder Achse. Darin sind auch spezielle Anmerkungen eingetragen wie zum Beispiel die Passung h7 oder die Lagetoleranz, die eine Konzentrizität und Koaxialität mit einer Toleranz von 0,1mm vorschreibt.

Drehteil, Welle, Achse bemaßen
Beispiel – Zeichnung einer Welle mit Bemaßung

Durchmesser bemaßen

Beim Bemaßen von Durchmessern ist immer das Durchmesserzeichen Ø vor die Maßzahl zu setzen. Zwar ist es eigentlich offensichtlich, dass bei einem Drehteil ein runder Durchmesser vorliegt, doch in der Seitenansicht einer Welle oder Achse, ist dies nicht direkt zu erkennen.

Zudem sollt man bei mehreren unterschiedlichen Durchmessern diese immer wechselweise über und unter der Zylinderachse eintragen (bzw. rechts und links von der Zylinderachse).

Wellenende bemaßen

Für zylindrische und kegelige Wellenenden existieren eigene Normen, die es bei der Konstruktion und Zeichnungserstellung zu beachten gilt.

Die Abmessungen für Wellenenden nach DIN 748-1, DIN 1449 und DIN 1449 findet man zum Beispiel im Buch Hoischen - Technisches Zeichnen* (Seite 280).

Zylindrisches Wellenende

Die Abmessungen von Wellen werden maßgeblich durch die zu übertragenden Drehmomente bestimmt. In der DIN 748 werden die Durchmesser von zylindrischen Wellen und das damit übertragbare Drehmoment beschrieben.
Darin wird auch zwischen zylindrischen Wellen mit und ohne Wellenbund unterschieden.
Zylindrische Wellenenden für elektrische Maschinen sind in der DIN 748-3 genormt.

Kegeliges Wellenende

Unter den kegeligen Wellenenden unterscheidet man in kegelige Wellenenden mit Außengewinde, deren Maße in der DIN 1448 definiert sind und kegelige Wellenenden mit Innengewinde, die in der DIN 1449 beschrieben sind.

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