In diesem Skript über Technisches Zeichnen wird beschrieben wie man Schrauben und Gewinde richtig darstellt.
Die korrekte Darstellung von Gewinden in technischen Zeichnungen (egal ob sich um ein Innengewinden oder Außengewinden handelt) erfolgt nach DIN ISO 6410-1. Die Darstellung erfolgt vereinfacht, da es natürlich keinen Sinn macht jeden Gewindegang in der Zeichnung darzustellen.
Bei Außengewinden (z.B. Schrauben) werden die Gewinde Außenseite und die Gewindebegrenzung mit breiter Vollinie gezeichnet. Das Ende des Gewindes wird als Kegelkuppe mit 45°-Phase dargestellt. Die Gewindekernlinie (also die innere Linie) zeichnet man als schmale Vollinie. Bei der Frontalansicht zeichnet man die Gewindekernlinie als einen 3/4-Kreis (mit schmaler Vollinie).
Das Bild unten zeigt ein Beipsiel für die Darstellung eines Außengewindes wie es für technisches Zeichnen vorgesehen ist.

Bei der Darstellung von Innengewinden im Technischen Zeichnen unterscheiden man zwischen der Darstellung im normalen (ungeschnittenen) Zustand und in einem Schnitt. Im ungeschnittenen Zustand wird in der Seitenansicht das Gewindekernloch, die Gewindeabschlusslinie sowie der Gewindeaußendurchmesser als schmale Strichlinie gezeichnet.

Im Falle eines Schnitts wird das Gewindekernloch und die Gewindeabschlusslinie mit breiter Vollinie gezeichnet. Der Gewindeaußendurchmesser wird im Gegensatz dazu als schmale Volllinie ausgeführt.
Bei der Draufsicht verhält es sich ebenso, mit dem einzigen Unterschied, dass der Gewindeaußendurchmesser als 3/4-Kreis (mit schmaler Vollinie) gezeichnet wird.
Ein Beispiel für die Darstellung von Innengewinden beim technischen Zeichnen sehen Sie im Bild oben.